A Second Opinion on Learning Disorders (Video)

Aditi Shankardass forscht zu Entwicklungsstörungen und Lernstörungen (u.a. Dyslexie). Sie kritisiert in ihrem TED-Vortrag, dass oft gerade Entwicklungsstörungen wie Legasthenie, AD(H)S und andere zwar neurologischem Ursprungs sind, sie aber lediglich anhand von Verhalten und nicht mithilfe von Gehirnaufnahmen untersucht werden. Die Möglichkeiten, die die Medizin heute bietet, sollten dementsprechend auch genutzt werden.

Mehr Details können Sie selbst in ihrem Vortrag erfahren:

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5 Kommentare

  1. Erstellt am 16. Juli 2010 um 06:43 | Permanent-Link

    Was ist denn das für ein Unsinn? Die Legasthenie ist keine Entwicklungsstörung! Sondern eine völlig natürliche Entwicklung der geistigen Entwicklung unserer Menschheitsgeschichte.

    • Erstellt am 16. Juli 2010 um 06:50 | Permanent-Link

      Hallo Lars,
      ja, da sind wir wieder bei der Definitionssache. Der Begriff “Störung” an sich gefällt mir auch gar nicht – aber im englischen Wissenschaftsbereich wird eben nur der Begriff benutzt (“impairment” ist auch oft zu lesen).
      “Natürliche Entwicklung” in dem Sinne, dass sie sicherlich evolutiv entstanden bzw. schon immer dagewesen ist. Dennoch ist dies ja nicht der Kern der Aussage der Wissenschaftlerin: Tatsache ist, dass wir eine Legasthenie per bildgebender Verfahren sehr simpel sichtbar machen können. Es müssen keine Psychologen irgendwelche langwierigen Verhaltenstests machen, um eine Legasthenie darzustellen. Es ist natürlich nur noch nicht das Geld da, um Kinder standardgemäß frühzeitig so zu testen und von Beginn an zu fördern.
      Wie siehst du das?
      Liebe Grüße
      David

  2. Erstellt am 16. Juli 2010 um 07:16 | Permanent-Link

    Gerade als Experten sollten wir eben nicht mit den Begriff Störung umgehen. Das ist für die Betroffenen eher Diskriminierend, auch wenn es die Medizin und Psychologie anders sieht. Mir ist das ganze Thema Legasthenie und LRS in Deutschland sowieso zu viel Pathologisiert. Daher bin ich der Meinung das man für die Diagnose sowieso keinen Psychologen braucht, so handhaben es die Norweger auch. Die kennen keine Therapeuten! – So ist es auch richtig. Nur wenn es um Erkrankungen und Auffälligkeiten geht, muss kommen die Gesundheitsberufe ins Spiel.

    Ob dann bildgebende Verfahren, sinnvoll sind weiß ich nicht genau. Ist es denn wirklich wichtig wie unsere Gehirne aussehen? Meins würde ich nicht zur Verfügung stellen. Ich bin der Meinung, es braucht viel mehr betroffenen Experten, die sich dem Thema widmen. Denn ich kann sehr schnell Differenzieren, ob es sich um erworbene Schwierigkeiten oder veranlagte es sich handelt. Das können die Gesundheitsberufe kaum, oder gar nicht. So die erlebte Praxis in Ost und West.

    • Erstellt am 16. Juli 2010 um 07:24 | Permanent-Link

      Hallo Lars,
      ja, ich stimme dir zu: Die Pathologisierung der Begriffe ist für die Betroffenen eine schwierige und unnötig belastende Praxis. Und ich unterstütze dahingehend vollkommen auch deine Arbeit – vor allem auch mit deinem Blog – und deinem Einsatz gegen diese Begriffe. (Verzeih mir, dass ich hier in meinem ja bewusst wissenschaftlich ausgerichteten Blog, auch mit “den anderen Begriffen” arbeite.)
      Dass die Forschung aber diese bildgebenden Verfahren nutzt und einsetzt, finde ich nur positiv: Hierüber kann man Herangehensweisen und neue effizientere Methoden erforschen, die letztendlich der Förderung von Legasthenikern und von LRS-Betroffenen helfen werden.
      Viele Grüße
      David

  3. Erstellt am 16. Juli 2010 um 08:27 | Permanent-Link

    Schön das Du meine Sicht der Dinge verstehst. Ich bin der Meinung auch in der wissenschaftlichen Diskussion muss man den Störbegriff nicht benutzen. Außerdem gibt es noch viel zu erforschen, und werde mich auch der Forschung noch mehr widmen. Ob ein bildgebendes Verfahren in der Zukunft sinnvoll sein wird, wird sich zeigen. Es ist davon auszugehen, das es gewisse Musterschemen in der Gehirnstruktur zu finden werden sein. Trotzdem wären die neuen Erkenntnisse interessant, ob man dann pädagogische Methoden herleiten könnte wird die Zeit zeigen. In Amerika kennt man aber keine Differenzierung, darum bezweifle ich den Mehrwert. Es könnte vielleicht eher für die Pharmaindustrie interessant sein, um medizinische Wunderpillen zu entwickeln. Das wäre sicherlich nicht in unserem Sinne.

Ein Trackback

  1. [...] mich sehr gern mit anderen Experten aus. Vielleicht möchten Sie mit uns Experten mit Diskutieren? http://www.legasthenie-englisch.de/2010/07/a-second-opinion-on-learning-disorders-video/#comments [...]

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  • Dieser Blog beschäftigt sich mit der Förderung legasthener oder lese-rechtschreib-schwacher Englischlerner. Besonders für Kinder, die grundsätzlich hochmotiviert beginnen Englisch zu lernen, sollen hier Lösungen vorgestellt und diskutiert werden.