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	<title>Kommentare zu: Brauchen wir Inklusion für Legastheniker?</title>
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	<description>ein wissenschaftlicher Blog  von Dr. David Gerlach zu Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten</description>
	<lastBuildDate>Thu, 30 Aug 2018 20:35:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Thorsten Kerbs</title>
		<link>https://www.legasthenie-englisch.de/2012/02/brauchen-wir-inklusion-fur-legastheniker/#comment-3075</link>
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Kerbs]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 13:11:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.legasthenie-englisch.de/?p=706#comment-3075</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Gerlach,

zum Glück stellt sich die Frage noch nicht und Ihre Überlegungen bleiben ein Denkspiel. Schüler mit einem Lernverhalten, das bekanntermaßen unscharf als legasthen kategorisiert wurde, gehören mit großer Selbstverständlich dem Klassenverband an. Weil Schulunterricht heute mit stark schriftsprachlichem Bezug umgesetzt wird, fallen diese Kinder jedoch (zumindest hier in Bayern) sehr bald durch das Raster der Selektion – sofern nicht jemand das Problem versteht und frühzeitig einen Nachteilsausgleich erwirkt.

Ganz theoretisch haben wir es somit in Deutschland, im Fall von Kindern mit getesteter Legasthenie, mit so einer Art erfolgreich praktizierter Inklusion zu tun.

Auf einen anderen Missstand weisen Sie, wie ich meine, sehr zu Recht hin. Bevor verstanden ist, womit wir es bei diesem Phänomen eigentlich genau zu tun haben, wurde ein Begriff geprägt, dem der Hauch des Medizinischen innewohnt. Das Phänomen besitzt dann gefühlten Krankheitswert (wiewohl man es genauso als eine von zahlreichen Normvarianten verstehen könnte), was schlagartig eine vitale Verwertungsindustrie zum Leben erweckt. Und von da ab spielen sprachliche Feinheiten wie &quot;Störung&quot;, &quot;Schwäche&quot;, oder gar die Auswirkungen solcher Begriffe auf die Befindlichkeit der so benannten Kinder, für kaum einen der sogenannten Fachleute eine Rolle mehr.

Ich würde mir wünschen, dass die Wissenschaft, gerade wenn ihr Forschungsgegenstand (überwiegend) Kinder sind, dem Beziehungsaspekt mehr Beachtung schenkt. Weiterhin würde ich mir wünschen, dass anstelle pseudogenauer, das gesellschaftsweite Nicht-Wissen um die neurophysiologischen Hintergründe kaschierender Begriffe lieber Umschreibungen genutzt werden. Und zwar so lange, bis die Gesellschaft schulische Strukturen gefunden hat, die auch diesen Vertretern einer normalverteilt intelligenten Gruppierung so lehrreiche wie erfreuliche Schuljahre ermöglicht. Denn geht es letztlich nicht allein darum?

Mit besten Grüßen
Thorsten Kerbs]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Gerlach,</p>
<p>zum Glück stellt sich die Frage noch nicht und Ihre Überlegungen bleiben ein Denkspiel. Schüler mit einem Lernverhalten, das bekanntermaßen unscharf als legasthen kategorisiert wurde, gehören mit großer Selbstverständlich dem Klassenverband an. Weil Schulunterricht heute mit stark schriftsprachlichem Bezug umgesetzt wird, fallen diese Kinder jedoch (zumindest hier in Bayern) sehr bald durch das Raster der Selektion – sofern nicht jemand das Problem versteht und frühzeitig einen Nachteilsausgleich erwirkt.</p>
<p>Ganz theoretisch haben wir es somit in Deutschland, im Fall von Kindern mit getesteter Legasthenie, mit so einer Art erfolgreich praktizierter Inklusion zu tun.</p>
<p>Auf einen anderen Missstand weisen Sie, wie ich meine, sehr zu Recht hin. Bevor verstanden ist, womit wir es bei diesem Phänomen eigentlich genau zu tun haben, wurde ein Begriff geprägt, dem der Hauch des Medizinischen innewohnt. Das Phänomen besitzt dann gefühlten Krankheitswert (wiewohl man es genauso als eine von zahlreichen Normvarianten verstehen könnte), was schlagartig eine vitale Verwertungsindustrie zum Leben erweckt. Und von da ab spielen sprachliche Feinheiten wie &#8220;Störung&#8221;, &#8220;Schwäche&#8221;, oder gar die Auswirkungen solcher Begriffe auf die Befindlichkeit der so benannten Kinder, für kaum einen der sogenannten Fachleute eine Rolle mehr.</p>
<p>Ich würde mir wünschen, dass die Wissenschaft, gerade wenn ihr Forschungsgegenstand (überwiegend) Kinder sind, dem Beziehungsaspekt mehr Beachtung schenkt. Weiterhin würde ich mir wünschen, dass anstelle pseudogenauer, das gesellschaftsweite Nicht-Wissen um die neurophysiologischen Hintergründe kaschierender Begriffe lieber Umschreibungen genutzt werden. Und zwar so lange, bis die Gesellschaft schulische Strukturen gefunden hat, die auch diesen Vertretern einer normalverteilt intelligenten Gruppierung so lehrreiche wie erfreuliche Schuljahre ermöglicht. Denn geht es letztlich nicht allein darum?</p>
<p>Mit besten Grüßen<br />
Thorsten Kerbs</p>
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	<item>
		<title>Von: David Gerlach</title>
		<link>https://www.legasthenie-englisch.de/2012/02/brauchen-wir-inklusion-fur-legastheniker/#comment-3014</link>
		<dc:creator><![CDATA[David Gerlach]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 10:21:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.legasthenie-englisch.de/?p=706#comment-3014</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Herr Rudolph,
danke für Ihren Kommentar, dem ich in jeder Hinsicht zustimmen kann. Ich mache die Erfahrung, dass Legastheniker bzw. leseschwache Kinder behutsam an das Lesen herangeführt werden müssen - mit angemessenen Leseübungen und vor allem Büchern, die Spaß machen! Über Ihre Erfahrung in dieser Hinsicht (habe mir Ihre Website angeschaut!) würde ich mich sehr freuen.
Herzliche Grüße
David Gerlach]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Rudolph,<br />
danke für Ihren Kommentar, dem ich in jeder Hinsicht zustimmen kann. Ich mache die Erfahrung, dass Legastheniker bzw. leseschwache Kinder behutsam an das Lesen herangeführt werden müssen &#8211; mit angemessenen Leseübungen und vor allem Büchern, die Spaß machen! Über Ihre Erfahrung in dieser Hinsicht (habe mir Ihre Website angeschaut!) würde ich mich sehr freuen.<br />
Herzliche Grüße<br />
David Gerlach</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Siegbert Rudolph</title>
		<link>https://www.legasthenie-englisch.de/2012/02/brauchen-wir-inklusion-fur-legastheniker/#comment-3010</link>
		<dc:creator><![CDATA[Siegbert Rudolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 15:01:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.legasthenie-englisch.de/?p=706#comment-3010</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Gerlach, 
bei den vielen Beiträgen im Internet zum Thema Legasthenie liest sich dieser Beitrag von Ihnen richtig wohltuend. Da Sie ja auch Literatur von Frau Professor Valtin empfehlen, kennen Sie deren Meinung auch. Ich glaube, dass es höchste Zeit ist, den Schülern das Lesen richtig beizubringen, statt Ursachen für die zunehmenden Probleme zu suchen, für die niemand verantwortlich ist. Das größte Problem, das ich bei Legasthenikern festgestellt habe, ist deren völlig unangemessene Lesetechnik, die aber leider meist tief im Gehirn eingegraben ist. Aber mit viel Geduld sind Verbesserungen möglich.
Viele Grüße - Siegbert Rudolph]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Gerlach,<br />
bei den vielen Beiträgen im Internet zum Thema Legasthenie liest sich dieser Beitrag von Ihnen richtig wohltuend. Da Sie ja auch Literatur von Frau Professor Valtin empfehlen, kennen Sie deren Meinung auch. Ich glaube, dass es höchste Zeit ist, den Schülern das Lesen richtig beizubringen, statt Ursachen für die zunehmenden Probleme zu suchen, für die niemand verantwortlich ist. Das größte Problem, das ich bei Legasthenikern festgestellt habe, ist deren völlig unangemessene Lesetechnik, die aber leider meist tief im Gehirn eingegraben ist. Aber mit viel Geduld sind Verbesserungen möglich.<br />
Viele Grüße &#8211; Siegbert Rudolph</p>
]]></content:encoded>
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