Vorstellung: ADHS in der Schule (Lauth/Naumann)

Selbst wenn man die ADHS-Symptomatik kritisch (oder zumindest differenziert) sieht: Wir finden in unseren Schulen immer häufiger Kinder, die Schwierigkeiten haben sich zu konzentrieren. Ohne dass man diese Kinder gleich als ADHS-Kinder abstempeln muss, lohnt es sich doch, einen Blick in das von Gerhard Lauth und Kerstin Naumann entwickelte Trainingsprogramm “ADHS in der Schule” zu werfen. Interessanterweise unterschreiben die Autoren ihr Buch nämlich nicht als Programm für Kinder, sondern als “Trainingsprogramm für Lehrer“.

Die Publikation ist das erste standardisierte und evaluierte Fortbildungsprogramm, das Lehrkräfte bei der Diagnose und der Integration von Fördermaßnahmen gegen ADHS und damit verbundene allgemeine Verhaltensauffälligkeiten schult. Die medikamentöse Herangehensweise kann durch die im Kurs vermittelten verhaltenstherapeutischen Methoden zunächst aufgeschoben oder gänzlich vermieden werden, was grundsätzlich als sehr positiv zu bewerten ist. Das Buch enthält neben dem gesamten Fortbildungsablauf mit Handreichungen für den Fortbildner auch zahlreiches Material mit Arbeitsblättern und Power-Point-Präsentationen auf der beiligenden CD-ROM.

Insgesamt ein höchst lohnenswertes Programm, das in Schulen integriert werden sollte!

Weitere Informationen: direkt beim Verlag bestellen, Inhaltsverzeichnis, Leseprobe

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Brauchen wir Inklusion für Legastheniker?

Schema schulischer Integration

Die Medien, Blogs und Twitter sind dieser Tage voll mit Beiträgen zur Inklusion und debattieren damit, wie die UN-Konvention zur bildungstechnischen Gleichbehandlung Behinderter umgesetzt werden soll. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift PRAXIS Fremdsprachenunterricht (Ausgabe ist sehr lesenswert!) zum Schwerpunkt Inklusion hat mich dazu gebracht, dieses Thema auch einmal aus der Perspektive Lese-Rechtschreibstörung/Legasthenie zu betrachten. Im Heft werden – und das auch berechtigterweise aufgrund zahlreicher Beeinträchtigungen und natürlich der aktuellen Debatte – auch Legasthenie und LRS als Inklusions-bedürftigt oder zumindest -beachtenswert dargestellt.

Wer etwas von mir gelesen hat, wird wissen, dass ich dem Legasthenie-Begriff an sich mittlerweile recht kritisch gegenüberstehe: Er pathologisiert und schiebt die Verantwortung für Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben auf eine “vermeintliche” Krankheit. (Ich bevorzuge daher auch eher die Bezeichnung Lese-Rechtschreibschwierigkeiten.) Nun gibt es aber z.B. durch einzelne Verordnungen oder medizinische Diagnoseschlüssel eine klinische Kategorisierung einer Lese- und Rechtschreibstörung, weswegen auch diese nun in der Inklusionsdebatte zwangsläufig auftaucht. Aber: Brauchen wir Inklusion für Legastheniker, wenn wir davon ausgehen, dass diese mindestens genauso intelligent sind und entsprechende Leistungen in anderen Bereichen bringen können wie “normale” Schülerinnen und Schüler? Aus dieser Perspektive ist Inklusion für lese-rechtschreibschwache Kinder unnötig, vielleicht sogar in seiner Anlage und Denkweise falsch. Das würde Legastheniker zu behinderten Menschen machen! (Bitte den Vergleich nicht falsch verstehen – mir geht es um die Begrifflichkeiten und deren Ausprägungen.) Man sollte erwarten, dass Schriftsprachprobleme zwar (oft lösbare bzw. kompensierbare) Schwierigkeiten nach sich ziehen, aber dennoch nicht dazu führen, dass sonst gesunde Kinder auf Sonderschulen landen. Dieser (Stein-)Zeit sollten wir mittlerweile entwachsen sein. Mehr lesen »

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Neue Dokumentation zu Legasthenie

Auf dem internationalen Filmfestival Sundance wird eine neue Legasthenie-Doku vorgestellt, bei der der Sohn des Hollywood-Filmstars Robert Redford Regie führte. “The D Word – Understanding Dyslexia” lässt dabei viele hochkarätige Berühmtheiten (bekannte Legastheniker wie Sir Richard Branson) sowie anerkannte Forscher wie Sally Shaywitz zu Wort kommen. Der Trailer sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus – weitere Informationen gibt es auch auf der Filmwebsite.

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Andere Sprachen – andere Wörter? (Methodensammlung)

Wenn Sie die Kinder aus Ihrem Förderunterricht bereits an die grundlegende Arbeit mit Wörterbüchern herangeführt haben, ist diese Methode besonders für die Förderung in Fremdsprachen eine sinnvolle Übung.

Da viele – besonders europäische – Sprachen oft geschichtlich zusammenhängen, finden sich oft ähnlich aussehende oder ähnlich klingende Wörter gleicher (oder auch vollkommen anderer) Bedeutung in anderen Sprachen. Lassen Sie Ihre Schüler zu “Sprachdetektiven” werden und in Wörterbüchern recherchieren, welche z.B. englischen oder französischen Wörter ihren deutschen Entsprechungen ähneln. Diese können dann in Tabellenform gesammelt und gemeinsam ausgewertet werden.

Die englische Sprache enthält beispielsweise auch eine Vielzahl an Wörtern mittelhochdeutschen, lateinischen und auch französischen Ursprungs. Für ein tiefergehendes Sprachverständnis kann es nur förderlich sein, diese Querverbindungen aufzuzeigen – sofern die zu fördernden Schülerinnen und Schüler Motivation und Interesse daran zeigen. Interessant ist auch zu sehen, welche deutschen Wörter z.B. unverändert ins Englische übernommen wurden und wie sie dort ausgesprochen werden.

In der Materialsammlung stelle ich in loser Folge kleine Methoden und Ideen für den (Förder-)Unterricht mit lese-rechtschreibschwachen Kindern vor.

FOTO: (C) M_GLAUCO, FOTOLIA.COM

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102 Jahre alter Typograph erklärt englische Orthographie

In diesem wunderbaren und herrlich sympathischen Video erklärt der 102 Jahre alte Typograph Edward Rondthaler, warum die englische Orthographie manchmal etwas … naja … komisch ist. :-)

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Vorstellung: “My Box” von Christina Cech-Melicher

Christina Cech-Melicher hat bereits hier auf dem Blog einen Gastbeitrag zum Thema “Schwierige englische Wörter trainieren” geschrieben, welcher seit Start des Blogs regelmäßig zu den fünf meistbesuchten Beiträgen gehört. Jetzt hat sie in Zusammenarbeit mit dem Verlag Lernen mit Pfiff Lernboxen herausgebracht, die sich speziell bei der Legasthenie-Englisch-Förderung einsetzen lassen. Dazu gibt es verschiedene Material-Kästen mit verschiedenen Schwerpunkten (z.B. unregelmäßige Verben oder schwierige Wörter), welche auf multisensorische Weise in verschiedenen Spielformen und verschiedenen Anforderungsbereichen trainiert werden. Das Material lässt sich ebenfalls sinnvoll als Differenzierungsübungen in offenen Unterrichtsformen einsetzen, jede Übung enthält didaktisch-methodische Hinweise zu Einsatzmöglichkeiten und Zielstellungen.

Prädikat: Sehr empfehlenswert! Ausprobieren!

Weitere Infos: Hintergründe zum Konzept, Beispielseiten, Bestellmöglichkeit beim Verlag

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  • Dieser Blog beschäftigt sich mit der Förderung legasthener oder lese-rechtschreibschwacher Englischlerner. Besonders für Kinder, die grundsätzlich hochmotiviert beginnen Englisch zu lernen, sollen hier Lösungen vorgestellt und diskutiert werden.